„Es ist uns wichtig, aktiv an der Ausbildung von Ingenieuren mitzuwirken.“ Mit diesen Worten übergab Dorothee Stein-Gehring eine nagelneue Honmaschine im Wert von 336 000 Euro an die Fachhochschule für Technik in Esslingen (FHTE). Der Werkzeugmaschinenhersteller Gehring in Ostfildern bei Stuttgart engagiert sich seit vielen Jahren in der Ausbildungsförderung. „Wir sehen uns in der Verantwortung, den Studierenden technologisches Wissen zu vermitteln und den unmittelbaren Bezug zur fertigungstechnischen Praxis herzustellen“, so die geschäftsführende Gesellschafterin weiter. Dorothee Stein-Gehring ist auch Mitglied des Hochschulrates der FHTE. Rektor Prof. Dr.-Ing. Jürgen van der List nahm die Spende als „herausragenden Beitrag zur Sicherung der hervorragenden Ausbildungsqualität der Esslinger Fachhochschule“ entgegen. Aus Eigenmitteln wäre eine solche Maschine für die FHTE nicht finanzierbar.
Die neue Maschine erlaubt es den Studenten erstmals, hochpräzise Honvorgänge praxisnah anzuwenden und zu untersuchen. Dem Honen - vereinfacht ausgedrückt das Strukturieren von Bohrungsoberflächen – kommt eine weiter wachsende Bedeutung vor allem im Bau von verbrauchs- und emissionsarmen Automobilmotoren zu. Die speziell für die Fachhochschule konstruierte Honmaschine entspricht weitgehend einem Modell, das führende Fahrzeughersteller in der Motorenfertigung zum Bearbeiten von Zylinderkurbelgehäusen einsetzen. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Z 400-125 mit Doppelzustellung. Gesteuert wird sie über eine Gehring Digitale Honsteuerung. Außerdem besitzt sie die Messeinrichtung Gehring Diacontrol AP 10, eine pneumatische Messeinrichtung für die berührungslose Messwertaufnahme über das Honwerkzeug. Die Fachhochschule will auf der Maschine Versuche durchführen, wobei auch Gehring Projekte bearbeitet werden. Praxisorientierte Ausbildung, so FH-Rektor van der List, könne man nur an richtigen Maschinen und nicht an Simulationsmodellen vermitteln. Unmittelbar nach der Übergabe der Gehring Honmaschine nahmen Studentinnen und Studenten aus Esslingen ihr erstes Projekt mit dem High-Tech-Werkzeug in Angriff.