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01.04.2008

Modulares Honbearbeitungszentrum


Quelle: SCHLEIFEN + POLIEREN

Seit der Weltpremiere vor rund einem Jahr haben sich bereits zahlreiche Motorenhersteller für das modular aufgebaute Maschinensystem powertrain entschieden. Unter den Erstanwendern finden sich Hersteller wie Audi, Daimler und VW neben internationalen Automobilproduzenten und -zulieferern wie Huatai (China) und MAG (USA).

Optimierte Abläufe und leistungsstarke Antriebe führen zu höheren Bearbeitungs- und Verfahrensgeschwindigkeiten und setzen somit Benchmarks in Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit: Im Vergleich zu modernen Honsystemen konventioneller Konzeption können die Taktzeiten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. So sind höhere Hubgeschwindigkeiten bis zu 50 m/min und Drehzahlen bis zu 2.000 U/min möglich. Dadurch kann nicht nur Energie gespart werden; insbesondere eine Reduzierung der Lebenszykluskosten ist möglich. Das schnelle und leistungsfähige Werkzeugwechselsystem mit bis zu 24 Werkzeugwechselplätzen bietet zusätzliche Flexibilität, wenn es um unterschiedliche Werkstücktypen oder mehrere Prozessoperationen geht. Die optimierte Kugelrollspindel überzeugt mit einer Laufzeit von rund sieben Jahren im Dreischicht- Betrieb. Das entspricht einem durchschnittlichen Produktzyklus im Automobilbau. Die Spindeleinheit mit direktem Hubantrieb baut darüber hinaus so kompakt, dass die Maschinenhöhe unter vier Metern liegt. Das bedeutet höhere Wartungsfrundlichkeit. Der Spindeltrieb kann für alle Honprozesse und Verfahren von Gehring eingesetzt werden. Neben der konventionellen Honbearbeitung sind auch das von Gehring patentierte Laser-Honen und Positionshonen sowie Fluid- Micro-Finishing möglich.

Baukastensystem ermöglicht maßgeschneiderte Bearbeitungszentren

Die innovative Maschinengeneration umfasst standardisierte Funktionsbaugruppen, die zu maßgeschneiderten Honbearbeitungszentren zusammengesetzt werden können. Dieser Aufbau ermöglicht neue Freiheiten und Flexibilität in der Produktion. Durch die modulare Bauweise kann die Fertigung jederzeit erweitert werden. Der Namensgebung folgend ist powertrainhone vor allem auf die Bearbeitung von Motoren im Automobilbau zugeschnitten. Mit einem Hub zwischen 500 und 1.000 mm können mit der jetzigen Baugröße Zylinderbohrungen von 68 bis 125 mm Durchmesser bearbeitet werden. Weitere Baugrößen werden in Kürze auch die Bearbeitung von Großmotoren mit Zylinderbohrungen bis zu 250 mm Hondurchmesser ermöglichen. Diese beiden Maschinenkonzepte stehen auch im Zentrum des Gehring-Engagements auf der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung AMB vom 9. bis zum 13. September 2008 in Stuttgart. Präsentiert werden „live“ die kleine Maschinenbaureihe lifehone und umfassende Informationen über powertrainhone. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für Umbau und Modernisierungen aufgezeigt, die die Zukunftssicherheit des Konzeptes unterstreichen. Auf dem parallel zur AMB stattfindenden Fertigungstechnischen Kolloquium FtK im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) stellt man ergänzend am 11. September 2008 innovative Fertigungsverfahren zur wirtschaftlichen Feinstbearbeitung von Zylinderbohrungen vor.

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