Neben der Verbesserung der Gleiteigenschaften kann das Laserstrukturieren auch für gegenteilige Anwendungsbereiche verwendet werden. Bspw. ist es bei Pleuel zwischen Lagerschale und Pleuelauge notwendig, die Haftreibung zu maximieren, um eine Verdrehsicherheit zu gewährleisten.
Der Reibmoment der Verbindung von Außenfläche der Lagerschale und Innenfläche des Pleuelauges muss größer sein als zwischen Innenseite der Lagerschale und Hubzapfen der Kurbelwelle.
Ein Pleuellager besteht aus dem großen Pleuelauge, der Lagerschale und dem Hubzapfen der Kurbelwelle. Während zwischen Hubzapfen und Innenseite der Lagerschale die Reibung minimiert wird, muss sie für die Verdrehsicherheit auf der Außenseite maximiert werden. Es ist daher ein Kraftschluss zwischen Pleuelauge und Lagerschale erforderlich. Nach der Feinbearbeitung (z.B. Honen oder Feinbohren) des Pleuelauges wird die bearbeitete Oberfläche mit einem Festkörperlaser strukturiert. Die zu erreichende Verdrehsicherheit der montierten Lagerung ist dabei der entscheidende Qualitätsparameter der Laserbearbeitung.